Die Geschichte des Bfw

Dreimal hat seit den Anfängen der beruflichen Rehabilitation in Friedehorst vor fünfzig Jahren ein grundlegender Aufgabenwandel stattgefunden. Hintergrund dieser Entwicklung sind vor allem veränderte Arbeitsmarktbedingungen und Bedürfnisse von Menschen, die behinderungs- oder krankheitsbedingt besondere berufliche Unterstützung brauchen.

 

1948 Werkstätten für Heimkehrer
Die Aufgabe des Heimkehrerheims bestand darin, mit praktischer Arbeit zum Aufbau von Friedehorst beizutragen und geeignete Umschüler für die Ausbildung in den Werkstätten vorzuschlagen.

Im Frühjahr 1948 waren eine Malerwerkstatt und sechs Lehrwerkstätten fertig: Tischlerei, Schlosserei, Elektrowerkstatt, Klempnerei, Schuhmacherei und Optikwerkstatt. Im Herbst kamen eine Schneiderei und eine Autoschlosserei dazu. Der Jahresbericht von 1948 weist eine "Belegschaft" von 54 Personen aus: 6 Meister, 23 Gehilfen und 25 Umschüler. Diese Phase der beruflichen Ausbildung ging dem Ende zu, als der Zuzug kriegsversehrter Heimkehrer nachließ.

1957 Anerkennung als Berufsbildungswerk
Schon im Jahre 1954 beantragte der Vorsteher Pastor Diehl die Anerkennung als Lehrwerkstatt für körperbehinderte Jugendliche beim Senator für Wirtschaft. Der Antrag wurde nach längeren Verhandlungen am 8. Januar 1957 genehmigt und erstreckte sich auf die Berufe Maler, Elektroinstallateur, Tischler, Korbmacher, Herrenschneider, Damenschneider, Wäscheschneider, Schuhmacher, Wäscher, Polsterer und Dekorateur.

1964 Das Berufsförderungswerk
Im Mai 1964 werden die ersten 28 Rehabilitanden im Berufsförderungswerk aufgenommen. Die Ausbildung beginnt mit 2 Ausbildern. Im Juni des selben Jahres wird das Bfw sowie das Internat an der Rotdornallee offiziell eröffnet

1966 Ausbau Berufsförderungswerk
Am 1. Februar wird eine endgültige Vereinbarung für den Ausbau des Berufsförderungswerks für 100 Ausbildungsplätze getroffen.
Seit dieser Zeit hat sich das Bfw kontinuierlich in seinen Inhalten und der Ausbildungskapazität weiterentwickelt.
Heute verfügt das Bfw neben seinem Stammhaus in Bremen-Lesum über Außenstellen in Bremen-Stadtmitte, Bremerhaven, Buchholz, Cloppenburg, Hildesheim, Leer, Lingen, Oldenburg, Osnabrück, Osterholz-Scharmbeck (IFD), Stade, Verden und Wilhelmshaven. Z.Zt. werden ca. 1000 Schulungsplätze in den umfangreichen Angeboten vorgehalten. Dieses geschieht insbesondere in den Bereichen:

2012 Das Bfw wird eigenständig
Seit Ende des Jahres 2012 wird das Berufsförderungswerk als eigenständige gGmbH in der Stiftung Friedehorst geführt. Es bietet ca. 650 Schulungsplätze mit unterschiedlichen Angeboten, um individuell die Teilhabe am Arbeitsleben für seine Rehabilitanden zu fördern und zu realisieren. Die Angebote werden zielgruppenspezifisch, je nach individuellen Voraussetzungen - wie berufliche Vorerfahrungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen - umgesetzt. Dies geschieht insbesondere über:

 

  
  
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