Für wen ist dieser Trainingsbereich geeignet?
Der Trainingsbereich richtet sich an Menschen mit Berufsausbildung oder beruflicher Vorerfahrung in gewerblich-technischen Berufsfeldern, zum Beispiel Elektrotechnik, Metalltechnik oder Zeichentechnik.
Angesprochen sind unter anderem Elektroinstallateur, Schlosser und Technische Zeichner. Auch Menschen aus anderen Berufsfeldern können sich im Rahmen der beruflichen Rehabilitation auf eine gewerblich-technische Umschulung, Ausbildung oder andere Folgemaßnahmen zur Integration in diesen Arbeitsbereichen vorbereiten.
Einstieg ins Training
Die Eingangsphase dieses Trainingsbereichs führt schrittweise an das Berufsleben und an eine verlässliche Tages- und Arbeitsstruktur heran. Dabei werden grundlegende Anforderungen wie Pünktlichkeit, Arbeitstempo, Sorgfalt und Zuverlässigkeit behandelt. Schulische Grundlagen werden ebenfalls einbezogen und bei Bedarf aufgefrischt – insbesondere in Mathematik, Geometrie und Physik. Auch EDV-Grundkenntnisse, regelmäßiges Tastaturtraining am Computer und computergestützte Übungen zur Konzentration gehören zum Einstieg.
Gemeinsam wird geschaut (Förderdiagnostik), welche Grundlagen bereits vorhanden sind und wo Unterstützung sinnvoll ist. Bei Bedarf wird Förderunterricht eingesetzt. Die Aufgaben werden nach einem individuellen Stundenplan bearbeitet; die Arbeitszeit wird schrittweise gesteigert.
Fachpraxis im gewerblich-technischen Bereich
Im Anschluss an die Eingangsphase stehen fachlich angeleitete Aufgaben aus dem gewerblich-technischen Berufsfeld im Vordergrund.
Trainiert wird je nach Verlauf Ihre Trainings in unseren Werkstätten (BTZ Bremen und Berufsförderungswerk Friedehorst) oder im Rahmen von Praktika (betriebliche Phasen) in externen Unternehmen. So können Sie technische Anforderungen, Arbeitsabläufe und praktische Fähigkeiten unter realitätsnahen Bedingungen erproben.
Ergänzende Inhalte
Ergänzend zur Fachpraxis werden EDV-Grundkenntnisse sowie schulische Grundlagen in Mathematik, Geometrie und Physik aufgegriffen. Diese Inhalte unterstützen die Vorbereitung auf eine gewerblich-technische Umschulung, Ausbildung oder berufliche Integration.
Ein Bewerbungstraining ergänzt diesen Trainingsbereich.
Betriebliche Praxis und Vorbereitung auf den nächsten Schritt
Praktika in Betrieben, sogenannte betriebliche Phasen, können Teil des Beruflichen Trainings am Berufsförderungswerk Friedehorst sein. Sie ermöglichen Einblicke in reale Arbeitsabläufe und helfen dabei, die nächsten Schritte in Richtung Umschulung, Ausbildung oder berufliche Integration vorzubereiten.
Begleitung während des Trainings
Das Training wird fachlich und psychosozial begleitet. Dafür stehen Sozialpädagog:innen und Psycholog:innen Ihnen zur Seite. In regelmäßigen Einzelgesprächen kann der bisherige Verlauf Ihres Trainings besprochen werden. Wenn Schwierigkeiten auftreten, werden gemeinsam Lösungswege entwickelt.
Ergänzend gibt es psychosoziale Begleitseminare. Dort geht es um Themen rund um Arbeit und Gesundheit sowie um den Austausch und die Auseinandersetzung in der Gruppe. Sogenannte Verlaufskonferenzen dienen dazu, die fachpraktische und psychosoziale Entwicklung gemeinsam zu betrachten und individuelle Ziele festzulegen.
Das Gruppentraining sozialer Kompetenz unterstützt die soziale Handlungsfähigkeit und Teamfähigkeit. Dafür werden unter anderem Kommunikationsübungen und Rollenspiele eingesetzt. Mit Blick auf eine mögliche Umschulung kann bei Bedarf eine psychologische Eignungsuntersuchung durchgeführt werden.
Bei medizinischen Fragen kann der ärztliche Dienst des Berufsförderungswerks einbezogen werden.
Zum Ende des Trainings und gegebenenfalls auch während seines Verlaufs finden Gespräche mit Ihnen und den Rehabilitationsberatenden statt. Dabei geht es um den bisherigen Verlauf des Trainings und Ihren weitere Weg in Richtung Arbeit (Berufswegplanung).