Für wen ist dieser Trainingsbereich geeignet?
Das Angebot richtet sich an Menschen mit Berufsausbildung oder beruflicher Vorerfahrung in kaufmännischen oder verwaltenden Berufen – zum Beispiel Bürokaufleute, Industriekaufleute, Verwaltungsfachangestellte oder Menschen mit vergleichbarer Vorerfahrung.
Angesprochen sind auch Personen aus anderen Berufsfeldern, die sich im Rahmen der beruflichen Rehabilitation auf eine kaufmännische oder verwaltende Umschulung, Ausbildung oder anschließende Integration vorbereiten möchten.
Einstieg: ankommen, einschätzen, Grundlagen stärken
Zu Beginn steht die Annäherung an das Berufsleben im Mittelpunkt des Trainingsbereichs. Dabei geht es auch darum, wieder in eine Arbeitnehmenden-Rolle hineinzufinden und grundlegende Arbeitsfähigkeiten zu trainieren. Dazu gehören zum Beispiel Pünktlichkeit, Arbeitstempo, Sorgfalt und Zuverlässigkeit. Ergänzend werden Förderdiagnostik, EDV-Grundkenntnisse sowie schulische Kenntnisse in Deutsch und Mathematik einbezogen.
Bei Bedarf kann individueller Förderunterricht angeboten werden. Außerdem unterstützt ein computerbasiertes Konzentrationstraining Sie dabei, die Konzentrationsfähigkeit zu fördern. Die Arbeitszeit wird schrittweise gesteigert.
Training im kaufmännisch-verwaltenden Bereich
In der Qualifizierungsphase erweitert sich das Aufgabenspektrum um realitätsnahe bürotypische Aufgaben.
Unter Berücksichtigung individueller Zielsetzungen ist ein Einsatz in verschiedenen Arbeitsbereichen möglich, zum Beispiel:
- Sekretariat, Telefonzentrale und Empfang
- Materialbeschaffung und -verwaltung, Lager
- Einkauf
- Verkauf
- Buchhaltung
Unterricht und ergänzende Inhalte
Ergänzend zum praktischen Training werden Unterrichtseinheiten angeboten, die auf kaufmännisch-verwaltende Tätigkeiten und den weiteren beruflichen Weg vorbereiten.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Bewerbungstraining
- Telefontraining
- Schriftverkehr nach DIN 5008
- Life-work-planning
Je nach individuellem Förderbedarf werden EDV-Kenntnisse und schulisches Wissen aufgegriffen und an die Inhalte des Eingangs- und Trainingsbereichs angepasst.
Betriebliche Praxis und Vorbereitung auf den nächsten Schritt
Das das Berufliche Training Sie optimal auf weitere berufliche Schritte vorbereiten kann, können betriebliche Praktika, sogenannte betriebliche Phasen, auch betriebliche Erprobungsphasen gehören. Sie ermöglichen es, berufliche Anforderungen in einem realen Arbeitsumfeld zu erproben. Darüber hinaus besteht für Sie und Betriebe die Möglichkeit einander kennen zu lernen. Dies kann auch zur einer Übernahme führen.
In der betrieblichen Phase können Kenntnisse vertieft, Belastbarkeit und Arbeitsverhalten überprüft und Perspektiven für den weiteren Weg in Umschulung, Ausbildung oder Integration entwickelt werden.
Begleitung während des Trainings
Während des Trainings erhalten Sie Unterstützung und Begleitung durch Sozialpädagog:innen und Psycholog:innen. Regelmäßige Einzelgespräche unterstützen dabei, den Verlauf des Angebots zu reflektieren und bei Schwierigkeiten oder Problemen Lösungen oder Lösungswege zu erarbeiten.
Psychosoziale Begleitseminare helfen, sich in Gruppenprozessen zu orientieren und unterschiedliche Themen und Aufgaben zu bearbeiten. In sogenannten Verlaufskonferenzen wird der bisherige Weg im Trainingsbereich aus fachpraktischer und psychosozialer Sicht gemeinsam mit Ihnen besprochen. Dabei werden individuelle Ziele vereinbart.
Das Gruppentraining sozialer Kompetenzen unterstützt Sie bei der Erweiterung sozialer Handlungsfähigkeit und Ihrer Teamfähigkeit. Dabei kommen werden Kommunikationsübungen und Rollenspiele zum Einsatz. Bei medizinischen Fragestellungen steht der ärztliche Dienst des Berufsförderungswerks Friedehorst zur Verfügung.
Zum Ende des Angebots und bei Bedarf auch während des Verlaufs finden Gespräche mit Ihnen und den Rehabilitationsträgern statt. Dabei werden der Verlauf des Angebots und die weitere Planung Ihre Berufsweges reflektiert.