Für wen ist dieser Trainingsbereich geeignet?
Der offene Trainingsbereich richtet sich an Menschen, die aufgrund ihrer Berufsausbildung, ihrer beruflichen Vorerfahrungen oder neu gesteckter beruflicher Ziele eine flexible Vorbereitung benötigen. Dazu können zum Beispiel Chemielaborant, Lagerfacharbeiter oder Produktionsmitarbeiter gehören. Auch Menschen, die nach längerer Erkrankung oder Arbeitslosigkeit Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung benötigen, können im offenen Trainingsbereich passende Schritte vorbereiten.
Angesprochen sind außerdem Personen, die sich auf eine Wiedereingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt, eine fachliche Qualifizierung oder andere Folgemaßnahmen zur Integration vorbereiten möchten.
Einstieg ins Training
Zu Beginn geht es im offenen Trainingsbereich darum, wieder Sicherheit im Arbeitsalltag zu gewinnen. Die Eingangsphase unterstützt Sie dabei, sich dem Berufsleben anzunähern und die Rolle als Arbeitnehmer neu einzuüben. Wichtige Grundlagen wie Pünktlichkeit, Arbeitstempo, Sorgfalt und Zuverlässigkeit werden trainiert. Schulische Kenntnisse können aufgefrischt und vertieft werden; bei Bedarf ist Förderunterricht möglich.
Auch EDV-Grundkenntnisse, regelmäßiges Tastaturtraining am Computer und computergestützte Übungen zur Konzentration gehören zum Einstieg. Die Förderung kognitiver Fähigkeiten wie Konzentration, Ausdauer, Lern- und Merkfähigkeit ist ein weiterer Bestandteil des offenen Trainingsbereichs am Berufsförderungswerk Friedehorst. Praktische Arbeiten erfolgen anhand berufsübergreifende Projekte. Ihre Arbeitszeit wird schrittweise gesteigert.
Berufsübergreifendes Training und individuelle Projekte
Im offenen Trainingsbereich steht kein einzelnes Berufsfeld im Mittelpunkt. Stattdessen wird mit berufsübergreifenden Projekten gearbeitet, die unterschiedliche berufliche Anforderungen aufgreifen können.
So kann das Training flexibel an Ihre beruflichen Vorerfahrungen, vorhandenen Fähigkeiten und an mögliche nächste Schritte angepasst werden.
Fachliche Orientierung und betriebliche Praxis
In der Qualifizierungsphase im Rahmen des offenen Trainingsbereichs erweitert sich Ihr Aufgabenspektrum. Je nach Standort des Beruflichen Trainings können fachliche Inhalte im Umschulungsbereiche des Berufsförderungswerks oder von externen Expert:innen vermittelt werden. Darüber hinaus können Praktika in Betrieben (betriebliche Phasen) einbezogen werden.
So lassen sich berufliche Interessen, fachliche Anforderungen und mögliche Einsatzbereiche weiter klären – für ein breites Feld beruflicher Wege.
Bewerbungstraining und Vorbereitung auf nächste Schritte
Ein Bewerbungstraining ergänzt das Programm des offen Trainingsbereich am Berufsförderungswerk Friedehorst. Der offene Trainingsbereich unterstützt dabei, den weiteren beruflichen Weg vorzubereiten – zum Beispiel in Richtung Wiedereingliederung, Qualifizierung oder andere Folgemaßnahmen zur Integration.
Begleitung während des Trainings
Während des Trainings stehen Ihnen Sozialpädagog:innen und Psycholog:innen unterstützend zur Seite. In Einzelgesprächen kann der bisherige Verlauf des offenen Trainingsbereichs reflektiert werden. Bei Schwierigkeiten oder Problemen werden gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet.
Psychosoziale Begleitseminare ermöglichen die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen rund um Arbeit und Gesundheit im Gruppenprozess. In Rahmen von sogenannten Verlaufskonferenzen wird regelmäßig besprochen, wie sich das Training aus fachpraktischer und psychosozialer Sicht entwickelt. Dabei werden individuelle Ziele vereinbart.
Das Gruppentraining sozialer Kompetenz unterstützt soziale Handlungsfähigkeit und Teamfähigkeit. Eingesetzt werden unter anderem Kommunikationsübungen und Rollenspiele. Mit Blick auf eine mögliche Umschulung kann bei Bedarf eine Psychologische Eignungsuntersuchung durchgeführt werden.
Bei medizinischen Fragestellungen steht der ärztliche Dienst des Berufsförderungswerks zur Verfügung.
Zum Ende des Trainings und gegebenenfalls auch während des Verlaufs finden Gespräche mit Ihnen und den Berater:innen Ihres Reha-Träger statt. Dabei werden der Verlauf des Trainings reflektiert und die weitere Schritte in Richtung Berufsleben (Berufswegplanung) besprochen.